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Mérida

Mérida, die Hauptstadt der Autonomen Region Extremadura, liegt im Südwesten Spaniens. Die Stadt zählt zur Provinz Badajoz mit ca. 54.000 Einwohnern.

Die Gründung der Stadt fand im Jahre 25 v. Chr. von Kaiser Augustus statt, sie diente als Kolonie für Veteranen Römischer Legionen. Hier wurden im Laufe der Zeit viele eindrucksvolle Gebäude konstruiert: Amphitheater, Aquädukte, Brücken, Cicus, Tempel und Theater. Im römischen Reich war Mérida die Hauptstadt der römischen Provinz Lusitanien und eine der blühendsten Städte des Reiches. Darüber hinaus entwickelte sie sich während der Ausbreitung des Christentums zu einem wichtigen religiösen Zentrum. Bis zum Untergang des Römischen Reichs, wurde Mérida über Jahrhunderte als ein bedeutendes kulturelles, militärisches und wirtschaftliches Zentrum bezeichnet. Unter westgotischer Herrschaft war die Stadt noch eine Periode lang die Hauptstadt des Römischen Reiches, doch später wurde dieser Titel an Toledo abgegeben. Mit der Ankunft der Mauren wurde Mérida zu einem Heereslager, bis sie von dem christlichen König Alfons IX. im 13. Jahrhundert zurückerobert wurde, wer dort den Sitz des Ritterordens von Santiago gründete.

Im 20. Jahrhundert bildete Mérida das Zentrum der Industrie und einen Knotenpunkt der Eisenbahn. Jedoch erhöhte sich auch das internationale Interesse der Archäologie an den vielen erhaltenen altertümlichen Bauwerken der Stadt.

Seit Dezember 1993 gehören die archäologischen Stätten zum Weltkulturerbe der UNESCO.