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Almunecar

Almuñécar liegt in der spanischen autonomen Region an der Costa Tropical, weniger als eine Stunde von Málaga und Granada entfernt. Almuñécar verfügt über eine lange Geschichte, die bis ins Jahr 800 v. Chr. zurückreicht, als Phönizier hier eine Handelskolonie gründeten.

Der Name der Siedlung war Sexi. Auch heute nennen sich die Einwohner teilweise noch Sexitanos. Aus dieser Zeit stammt eine Nekropolis und eine Pökelfaktorei. Die Römer errichteten in dem von ihnen Manaba Sexi Firman genannten Ort ein Aquädukt, Thermen außerhalb der Stadt und die Cueva de Siete Palacios (Höhle der sieben Paläste). In diesem römischen Gewölbe befindet sich das Archäologische Museum von Almuñécar, in dem man Objekte aus den umliegenden Fundstätten sehen kann.

Unter der maurischen Herrschafft erreichte der unter dem Namen „Al-Munakkap“ (befestigte Stadt) oder „Hisn-al-Monacar“ (von Bergen umgeben) bekannte Ort als Fischerstadt großen Wohlstand. Die Mauren schätzten die strategische Lage der Ortschaft – sie statteten der Ortskern mit einer Stadtmauer und der Burg San Miguel aus. Im Viertel, das um die Burg herum liegt, ist noch heute das für diesen mittelalterlichen Städtebau typische unregelmäßige Straßennetz aufzufinden. Gepflasterte Gassen und weiß getünchte Fassaden sind die Besonderheiten dieses Bereichs. An einigen der Strände von Almuñécar gibt es alte Wachtürme, die ebenfalls in den Maurerzeit errichtet wurden, aber auch zur Abwehr von Berber- und Piratenangriffen dienten. Ein Beispiel ist der Turm am Strand Playa del Tesorillo.

Erst 1489 geriet Almuñécar in die Hände der Katholischen Könige. Bedeutende Baumeister und Bildhauer der spanischen Renaissance nahmen am Bau der Encarnación-Kirche teil. Die Baupläne stammten von Juan de Herrera, dem Architekten des Königs Philipp II., ihr Turm wurde von Diego de Siloé entworfen. Ebenfalls im Stil der Renaissance wurde der Pilar de la Calle Real gebaut. Diese ist eine um eine auf einem ehemaligen römischen Wasserkanal ausgeführte Skulpturengruppe.

Um sich ein besseres Bild von der Stadt Almuñécar schaffen, lohnt sich ein Besuch im Museum für Stadtgeschichte in der Burg San Miguel, wo interessante Sammlungen ausgestellt sind. Ein weiteres Wahrzeichen ist die uf Befehl von Karl III. Errichtete Burg Herradura.

Seit dem Ableben Francesco Francos im Jahr 1975 ist die Ortschaft Almuñécar zu einem der bedeutendsten Touristenorte im Hochsommer in der Provinz Granada geworden.